Am nächsten Tag stellte ich fest, dass auch mein Hinterreifen platt ist. Egal, dann muss ich eben zwei Reifen reparieren.

Da wir rechtzeitig in Inebolu angekommen sind, mache ich mich direkt an die Reparatur. Leider habe ich nur wenig Werkzeug mitgenommen und bekomme den Mantel nicht von der Felge. Wie blöd!
Der Junge Besitzer des Campingplatzes bietet mir an, zu einem Fahrradladen zu fahren. Es ist Sonntag. Ich bin skeptisch. Alles kein Problem. Der arbeitet auch am Sonntag.

Der Junior Chef fährt kurzerhand mit seinem Auto vor und hat Ruckzuck mein Fahrrad auf die umgeklappt Rücksitzbank gelegt. Ich solle einfach einsteigen und mitfahren. Gesagt, getan.


Ich schaue zu, wie der Fahrradmann mein Fahrrad repariert. Ich würde sagen, ein echter Profi. 
Als er das Hinterrad repariert, fängt er an, nebenher zu telefonieren. Ich denke: „ muss das jetzt sein“. Er scheint mit einem guten Bekannten zu telefonieren. Plötzlich steht er auf und drückt mir das Handy in die Hand. Es ist ein Videoanruf, und am anderen Ende ist sein Schwager, der in Gießen lebt und hervorragend Deutsch spricht. Er solle mir erklären, dass ich bestimmte Waldwege meiden soll in dieser Jahreszeit, weil dort sehr viele Dornen herumliegen. Darunter würden viele Fahrradfahrer leiden. Ich habe mir drei Löcher in die Reifen gefahren, die von diesen Dornen stammen. Ich bin sprachlos….
Mein Fahrrad ist wieder tipptopp in Ordnung und das ganze für 300 YTL (ca 5,35 €)
Ich bedanke mich ganz herzlich und gebe noch ein Trinkgeld und werde dann von meinem Chauffeur wieder zum Campingplatz zurückfahren.








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