Safranbolu

Wir erreichen am frühen Nachmittag Safranbolu. Der Regen hat nachgelassen und endlich wird es wieder etwas wärmer. Es gibt einen kleinen Campingplatz. Der Besitzer ist sehr freundlich und spricht etwas Englisch. Es ist alles sehr unkompliziert. Keine Anzahlung, keine Pässe, einfach irgendwo hinstellen und bei der Abfahrt bezahlen.

Schöner kleiner Platz

Wir bekommen sofort Besuch. Überall Katzen.

Besucher

Da wir ja nun wieder selber kochen müssen, gehen wir noch kurz in die Stadt, um etwas Gemüse und Obst zu kaufen.

Die Atmosphäre ist hier anders als in Bolu. Vor allem die älteren Leute nicken uns freundlich zu und wirken fast etwas schüchtern. Offensichtlich fallen wir auf. In einer Seitenstraße spricht uns ein älterer Mann auf Deutsch an. Er ist fast etwas enttäuscht, dass wir nur zwei Tage bleiben wollen. Er hat ein großes Haus und wir können dort wohnen solange wir wollen – kostenlos versteht sich. Wir danken und lehnen höflich ab. Er schenkt uns zwei Feigen und wünscht uns alles Gute. Ein Hauch von „1001 Nacht“

Am nächsten Tag fahren wir nachmittags mit den Fahrrädern in die Altstadt. Wirklich sehenswert! Wir besuchen das historische Museum. Ich spreche einen älteren Mann auf Englisch an und frage, wo er denn herkomme. Er antwortet mit „wie bitte?“ Er kommt aus Frankfurt-Bornheim und ist in den siebziger Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen, um in Frankfurt Architektur zu studieren. Heute lebt er im Sommer in Frankfurt und im Winter in der Nähe von Izmir. Er ist 78 Jahre alt und sieht topfit aus. Wir sagen „Ei gude wie“

Rechts die alte  Karawanserei 
Restaurierte Fachwerkhäuser und Kopfsteinpflaster
Der Blick über die Altstadt
Hier haben viele Steine eine lange Geschichte

Wir finden tatsächlich ein Restaurant, in dem Alkohol ausgeschenkt wird. Rotwein hausgemacht. Es schmeckt ausgesprochen gut.

Auf dem Rückweg muss ich leider schieben, weil ich mir irgendwo einen Dorn oder Splitter in den Vorderreifen gefahren habe. Während ich mein Fahrrad schiebe, sprechen mich viele Leute an. Leider spricht niemand Englisch. Aber alle sind freundlich und hilfsbereit. Nun gut, es hilft ja alles nichts: ich schiebe bis zum Campingplatz. (war nur ne Viertelstunde).

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